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Berlin: Bambus – Baustoff der Zukunft
Dienstag, 27. Oktober 2015
Datum: Dienstag den 27. Oktober 2015
Zeit: 17:30 - 19:15 Uhr
Veranstaltungsort: KEBAB gGmbH, Flanaganstraße 45, 14195 Berlin


Referent: Arne Tönißen, Dipl.-Ing., Ziegert | Seiler Ingenieure GmbH
Moderation: Peter Schrage-Aden, Aktionskreis Energie e.V.


Infovortrag

Das schreckliche Erdbeben in Nepal hat uns wieder vor Augen geführt, wie wichtig das erdbebensichere Bauen ist. Gleichzeitig wird Beton knapp, immer neue Lagerstätten sind erschöpft. Umso wichtiger, sich alter, bewährter Baumaterialien zu besinnen.

Das Büro Ziegert in Berlin befasst sich seit Jahren mit der Bambus-Technologie. Unser Referent, Arne Tönißen, hat als Planer und Bauleiter in vielen Ländern Lehmbau und Bambustechnik kombiniert.

Allein in Amerika wachsen 2000 verschiedene Bambussorten, die eine gute Alternative zu Stahl und Beton bieten. Ende des 20. JH nutzten weltweit über eine Milliarde Menschen Bambus als Baumaterial.

Aber ist Bambus nur etwas für den Süden?

Inzwischen ist nachgewiesen, dass Bambus auch den strengen deutschen Bauvorschriften genügen kann. Ein Beispiel war dafür der Bambus- Pavillon auf der Expo 2000 in Hannover. Allerdings gibt es noch keine Normung für Bambusprodukte im konstruktiven Bau.

Aus Bambus gefertigte Gebäude widerstehen nicht Erdbeben, aber sie „tanzen im Rhythmus der Erde“ und gleichen so die Schwankungen aus. Die Verringerung des Anstellwinkels auf 85° erhöht noch einmal deutlich die Stabilität. Bambusbauten sind damit auch ohne Querversteifungen erdbebensicher.

Beständigkeit: Bambus muss vor Sonneneinstrahlung (UV) und Wasser geschützt werden. Dazu sind große Dachüberstände erforderlich. Der älteste Bambusbau ist 3000 Jahre alt und steht in der Mandschurei. Bei ausreichendem Schutz besteht keine Veranlassung, dass sich Bambus zersetzt. Die Abfälle beim Bambusbau können zu Holzkohle verarbeitet werden. In Kolumbien wurde ein Verfahren zur Bambusimprägnierung mit dem Rauchgas, das bei der Verbrennung entsteht, entwickelt. Der Beitrag zum Klimaschutz ist beachtlich. Bambus speichert 4x soviel CO2 wie z.B. Eiche und benötigt deutlich weniger Energie für die gleiche Festigkeit.

Weitere Informationen und Anmeldung unter: Anmeldung und weitere Infos zu Bambus.

Dank einer Förderung durch das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf ist die Teilnahme an unseren Veranstaltungen für die interessierte Öffentlichkeit weiterhin kostenfrei (Teilnahmebe­scheinigungen sind gegen Gebühren möglich).

Eine Anmeldung zu dieser Veranstaltungen ist in jedem Fall erforderlich.

Eine Anmeldung über das Buchungsformular auf unserer Website, auf der Sie auch eine Wegbeschreibung zu dem Veranstaltungsort und auch unser vollständiges Programm bis Dezember finden, ist uns am liebsten. Die Anmeldung erfolgt auf der entsprechenden Veranstaltungsseite auf unserer Website: Anmeldung Bambus.

Eine Anmeldung ist über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch natürlich auch weiterhin möglich.

Wegbeschreibung.

verantwortlich:

Ditmar Grote
i.A. für den Vorstand des Aktionskreises Energie e.V.
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Flanaganstraße 45, 14195 Berlin
Telefon: 030- 61 12 79 12
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