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Berlin: Divestment als Gamechanger in der Klimakrise


am 23.01 findet die Informations- und Diskussionsveranstaltung „Divestment als Gamechanger in der Klimakrise?“ (ab 20.00 Uhr im Café Hilde, Metzer Straße 22, 10405 Berlin) statt. Zu Gast sind Reinhard Bütikofer (Vorsitzender der Europäischen Grünen Partei, MdEP, u.a. Mitglied im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie), Regine Richter (Campaignerin zum Thema Energie bei urgewald e.V.) und Stefanie Remlinger (Bündnis 90/Die Grünen, Sprecherin berufliche Bildung und Bildungsfinanzierung im Berliner Abgeordnetenhaus).
Adresse: Niederkirchnerstraße 5, 10117 Berlin

Der renommierte Klimawissenschaftler Prof. Dr. Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung sieht Divestment als Game Changer in Klimakrise. Doch was ist Divestment genau? Welche Auswirkungen hat Divestment? Und was kann getan werden, um das Thema voran zu treiben?
Ablauf
  • Zunächst wird Frau Richter (urgewald e.V.) mit einer Kurzpräsentation in das Thema einführen.
  • Anschließend werden wir mit Reinhard Bütikofer, Frau Richter, Stefanie Remlinger und Euch - den Gästen - das Thema diskutieren.

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Hintergrund

Bereits die heute bekannten Kohle-, Öl- und Gas-Reserven der Energiekonzerne enthalten fünfmal mehr CO2 als die Menge, die noch maximal ausgestoßen werden kann, um die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen. Der Klimavertrag von Paris, der sogar das Ziel einer Begrenzung auf 1,5 Grad C enthält, verschärft dieses Missverhältnis noch weiter. Ein großer Anteil der fossilen Energieträger, die heute schon im Besitz der Energiekonzerne sind, sollten also nicht genutzt werden.

Erst einige Jahre alt, gewinnt die Divestment-Bewegung überall auf der Welt rasant an Zulauf und nimmt mittlerweile eine unüberschaubare Zahl an Institutionen wie Kommunen, Universitäten, Banken oder Pensionsfonds ins Visier – mit dem Ziel, dass diese ihr Geld nicht (länger) in Firmen investieren, die ihr Geld mit der Förderung oder Nutzung von Kohle, Öl und Gas verdienen. Divestment ist eine Bewegung, die weltweit wächst und Durchschlagskraft entfaltet. Die Erfolge in ganz Europa können sich bereits sehen lassen: Dutzende Städte, darunter Berlin, Münster, Olso, Kopenhagen, Oxford oder Uppsala, haben beschlossen Ihr Geld aus Firmen abzuziehen, die mit Kohle, Öl und Gas Geld verdienen. Im Dezember 2017 hat New York beschlossen diesem Beispiel zu folgen und seinem 200 Milliarden schweren Pensionsfond zu divesten. Drei der weltgrößten Finanzinstitutionen (die Weltbank, ING und AXA) haben am Rande des One Planet Summit im Dezember 2017 in Frankreich ebenfalls angekündigt, Investitionen aus fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl und Gas abzuziehen bzw. diese nicht mehr zu fördern. Gleiches gilt für eine Reihe von Hochschulen, Pensionsfonds, private Firmen, Glaubensgemeinschaften und Berufsorganisationen.
(Quelle:
https://www.boell.de/de/2016/06/13/divestment-keine-kohle-fuer-die-kohle)


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