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Raesfeld: Energieberater für Baudenkmale

Liebe Kolleg*innen,

Zertifizierungslehrgang zum Energieberater für Baudenkmale

Man könnte meinen, dass nach drei Jahren Laufzeit dieses Programms von WTA/KfW der Markt hierfür abgedeckt sein müsste. Schließlich haben Baudenkmale 1-2% Anteil an der Bausubstanz. Aber entscheidend ist der Zusatz " und sonstige besonders erhaltenswerte Substanz im Sinne des §24 EnEV". In diesen Fällen, wenn kein Denkmalpfleger hinzugezogen wird, müssen Energieberater, auf sich alleine gestellt, überzeugende Argumente finden, um ihren Kunden den Zugang zur einer KfW-Förderung mit reduzierten Anforderungen an Primärenergiebedarf und Wärmeschutz zu eröffnen.

Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Referententeam können wir Ihnen Lösungen aufzeigen, die Ihnen die nötige Sicherheit im Umgang mit Bauphysik, Haustechnik, Materialkunde und den denkmalpflegerischen Aspekten geben.

Der nächste Kurs startet am 27. August 2015.

Mit freundlichen Grüßen RBL

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Robert Borsch-Laaks | Sachverständiger für Bauphysik

Drei-Rosen-Str. 32     | D- 52066 Aachen

Fon: 0241 / 59485       | Fax: 0241 / 57712

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Ort: Freiheit 25-27  46348 RAESFELD  TELEFON (02865) 60 84 0   FAX (02865) 60 84 10

Internet: http://www.akademie-des-handwerks.de   E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


Energieberater für Baudenkmale und sonstige besonders erhaltenswerte Substanz im Sinne des §24 EnEV 

Denkmaleigentümer, die bisher – trotz Befreiung von den Anforderungen der EnEV – Maßnahmen zur energetischen Verbesserung durchführen wollten, mussten die strengen Vorgaben für konventionelle Altbauten erfüllen, um eine Förderung durch die KfW zu erhalten. Viele der geförderten Maßnahmen sind dabei schwer oder  gar nicht in Einklang zu bringen mit den Belangen des Denkmalschutzes und mit den speziellen technischen und bauphysikalischen Anforderungen der gewachsenen, oft sehr inhomogenen Bausubstanz von Baudenkmalen. 

Vor diesem Hintergrund hat die KfW das Förderprogramm “KfW-Effizienzhaus Denkmal“ aufgelegt, die Anforderungen sind dabei niedriger, als bei einer Förderung nicht geschützter Altbauten. Zwingend notwendig, um in den Genuss einer Förderung zu kommen, ist allerdings die Beratung des Denkmaleigentümers durch einen anerkannten “Energieberater für Baudenkmale“. Eine Voraussetzung für die Anerkennung ist die erfolgreiche Teilnahme an der Fortbildung zum “Energieberater für Baudenkmale“. 

Die Akademie Schloss Raesfeld ist eine von der Koordinierungsstelle “Energieberater für Baudenkmale“ anerkannte Fortbildungseinrichtung. Die Fortbildung wird von einem erfahrenen Referententeam aus dem Bereich der Baupraxis und Denkmalpflege durchgeführt. 

Seminarform:

Die Fortbildung hat einen Umfang von 72 Unterrichtstunden. Die Seminare finden im Abstand von etwa 4 Wochen in vier Blöcken á 2 bzw. 2 ½ Tage statt. 

Die Vermittlung der Lerninhalte erfolgt in Vortragsform, Diskussionen und an Fallbeispielen. Darüber hinaus sollen Problemstellungen von den Teilnehmern in Workshops bearbeitet werden. Durch den letzten Seminartag führen alle Referenten gemeinsam. 

Inhaltliche Schwerpunkte/ Themenfelder: 

Baudenkmale und sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz 

Grundlagen des Denkmalschutzes  /  Grundlagen der Denkmalpflege   /  Umgang und Methoden der Instandsetzung  /  Denkmalpflegerische Bestandsanalyse  /  Historische Bauweisen und Baustile / Besonders erhaltenswerte Bausubstanz

• Möglichkeiten der Förderung

Förderprogramme für Baudenkmale  /  Steuerliche Vergünstigungen  /  Ablauf einer Beantragung auf Förderung

• Rechtliche Rahmenbedingungen 

Gesetze und Verordnungen, Normen und Richtlinien / Rechtsprechung / Verfahren zur Anerkennung von „Energieberatern für Baudenkmale“ 

• Bauphysikalische Bewertung des historischen Bestandes - bauphysikalische Anamnese 

Materialien, Bauteile, Anlagentechnik  /  Feuchteschutz  /  Lüftung  /  Bauschäden und Ursachen  /  Nutzungsanforderungen und Nutzerverhalten 

• Konzeption von denkmalverträglicher Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz 

Berechnungsmöglichkeiten und -modelle  /  Bauliche Maßnahmen / Bautechnik  /  Anlagentechnische Maßnahmen / Haustechnik / Nutzungsprofil und Nutzungsansprüche und ihre Auswirkungen 

• Ganzheitliche Betrachtungsweise 

Standortbezogene Merkmale / Lebenszyklusbetrachtung / Ressourcenschonung /  Wirtschaftlichkeitsbetrachtung 

• Denkmalspezifisches Planungs- und Instandsetzungskonzept 

Konzepterstellung / Grundsätze altbaugerechter Planung / Aufbau und Struktur des Beratungsberichtes 

• Ausführungspraxis 

Baubegleitung/ Qualitätssicherung


Abschluß

Am Ende der Fortbildung erfolgt eine Prüfung zu den Lehrinhalten. Nach erfolgreichem Abschluss der Prüfung kann - bei Erfüllung aller weiteren Voraussetzungen - die Anerkennung zum “Energieberater für Baudenkmale und sonstige besonders erhaltenswerte Substanz im Sinne des §24 EnEV 2009“ bei der Koordinierungsstelle “Energieberater für Baudenkmale“ beantragt werden. 

Nähere Informationen über das Anerkennungsverfahren bekommen sie bei der Koordinierungsstelle “Energieberater für Baudenkmale“. 

Gebühr: 1.790,-- € 

Sonstiges: Die Veranstaltung wird mit 45 Unterrichtseinheiten für die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes angerechnet. 

Termine:

Block I:  Donnerstag,  27. August 2015 (10.00 Uhr bis 18.00 Uhr)  

Freitag,  28. August 2015 (9.00 Uhr bis 17.00 Uhr) 

Samstag, 29. August 2015 (9.00 Uhr bis 12.30 Uhr) 

Block II: Donnerstag, 15. Oktober 2015 (10.00 Uhr bis 18.00 Uhr)  

Freitag, 16. Oktober 2015 (9.00 Uhr bis 17.00 Uhr) 

Samstag, 17. Oktober 2015 (9.00 Uhr bis 12.30 Uhr)

Block III: Donnerstag, 05. November 2015 (10.00 Uhr bis 18.00 Uhr) 

Freitag, 06. November 2015 (9.00 Uhr bis 17.00 Uhr)  

Block IV: Donnerstag, 03. Dezember 2015 (10.00 Uhr bis 18.00 Uhr) 

Freitag, 04. Dezember 2015 (9.00 Uhr bis 17.00 Uhr)



Liste aller Termine