Veranstaltungen

 

Berlin: Energiewende Europäisch denken!

Fachkonferenz

Di, 9.4.13
13:30 Uhr
Heinrich-Böll-Stiftung
bis Mi, 10.4.13 15:15 Uhr
Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

Die Energiewende hat Deutschland weitestgehend im Alleingang ohne Konsultation der europäischen Nachbarn beschlossen. Bisher bleiben die konzeptionellen Debatten und praktischen Maßnahmen auch fast ausschließlich auf den nationalen Rahmen begrenzt. Dabei führt für das Gelingen der Energiewende kein Weg an Europa vorbei. Denn durch eine zunehmende Integration in das europäische Stromsystem wird die erneuerbare Stromversorgung sicherer und günstiger. Zugleich kann Deutschland eine Vorreiterrolle in Europa übernehmen und anderen Mitgliedsstaaten den Weg zu einer klimafreundlichen und zukunftsfähigen Stromversorgung aufzeigen.

In einem transnationalen Stromverbund ist es leichter und wesentlich kostengünstiger, die variable Verfügbarkeit der Erneuerbaren aufzufangen. Überschüssiger Strom kann beispielsweise von günstigen Speichern in den Alpenländern und Skandinavien aufgenommen werden. Und ein europäischer Stromhandel ermöglicht, dass der erneuerbare Strom vor allem dort produziert wird, wo es am kostengünstigsten ist.

Doch vom Geist einer europäischen Energiewende ist zurzeit nicht viel zu spüren: Osteuropäische Nachbarn drohen ihre Netze für den variablen erneuerbaren Strom aus Deutschland zu sperren, da sie um ihre Netzstabilität, aber auch einen Preisverfall ihres fossilen Stroms fürchten. Die europäische Schulden- und Wirtschaftskrise führt zu Kürzungen der Förderung erneuerbarer Energien und zu geringeren Ausbauraten in Südeuropa. Zugleich setzen etliche Mitgliedstaaten weiterhin auf Kohle und Atomkraft. Der Ausbau der Netze sowie des europäischen Strommarktes kommt nur stockend voran.

Zugleich sind sich die Mitgliedstaaten uneinig, wie die Erneuerbaren-Energien-Politik der EU nach 2020 ausgestaltet werden sollte. Während sich Vorreiterstaaten wie Schweden oder Dänemark für ehrgeizige Ziele einsetzen, stehen beispielsweise Frankreich und Großbritannien dem skeptisch gegenüber und fordern eine technologieneutrale Klimapolitik ohne verbindliche Vorgaben für Erneuerbare und Effizienzziele.

Die Konferenz will mit Referentinnen und Referenten aus ganz Europa die Chancen und Hürden einer
europäischen Energiewende diskutieren.

» English version:
Energiewende – Think European!

Ort/Zeit:
Dienstag, 9. April 2013, 13.30-20.00 Uhr,
Mittwoch, 10. April 2013, 8.30-15.15 Uhr

Anmeldung:
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Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch
Die Redebeiträge werden zum Teil simultan übersetzt.

Live-Stream
Die Konferenz kann live auf der Website verfolgt werden: http://www.boell.de/stream

Projektleitung und Information
Nora Löhle, Referentin für Ökologie und Nachhaltigkeit, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , +49 30 28534 238
Melanie Sorge, Politische Beraterin/Projektmanagerin, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , +49 30 41723 395
DownloadProgramm (Deutsch)
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VeranstalterHeinrich-Böll-Stiftung, Berlin
Veranstaltungs- ort
Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
10117 Berlin, Schumannstr. 8
Mit der S-Bahn oder mit der U-Bahn bis Bahnhof Friedrichstraße. Ausgang über die Spree, dann Albrechtstraße, Reinhardtstraße überqueren und nach links in die Schumannstraße.
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