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Berlin: Zwei Jahre nach Fukushima

Podiumsdiskussion
"Zwei Jahre nach Fukushima - vom Katastrophenmanagement zur Politikwende"
19. März 2013 um 17:30 Uhr
Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastr. 17, 10785 Berlin
Konferenzsaal 1

Im März 2011 erlebte Japan die weltweit folgenschwerste Atomkatastrophe seit der Nuklearkatastrophe in Tschernobyl 1986. Die Dreifachkatastrophe – Erdbeben, Tsunami und Super-GAU - brachte viel Leid über die Region und war zugleich ein tiefer Einschnitt für die japanische Energiepolitik. Aber auch für Deutsch-land bedeutete sie eine Zäsur und brachte eine schnelle Wende in der Energiepolitik.

Während Deutschland den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen hat, haben sich in Japan mit der im Dezember 2012 neu gewählten Regierung unter Premi-erminister Abe die Atomkraftbefürworter durchgesetzt. Dabei lehnt eine Mehrheit der japanischen Bevölkerung laut Umfragen die weitere Nutzung von Atomkraft ab.

Im Rahmen einer Fachdiskussion sollen die politischen Dimensionen der Kata-strophe unter besonderer Berücksichtigung der Rolle der internationalen Gemein-schaft beleuchtet und Szenarien für eine Energiewende in Japan und Deutschland sowie mögliche Synergieeffekte und Kooperationsmöglichkeiten erörtert werden. In diesem Zusammenhang sollen auch die Lehren aus der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl resümiert werden.

Der BUND und die Friedrich-Ebert-Stiftung laden Sie hiermit herzlich zu dieser Veranstaltung ein. Teilen Sie uns bitte Ihre Zusage per Fax (030) 26 935-9249 oder per E-Mail ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) bis zum 11. März 2013 mit.

Programm
ab 17:30 Uhr Anmeldung

17:45 Uhr Begrüßung
Anne Seyfferth, FES, Leiterin Referat Westeuropa/Nordamerika & Japan Antje von Broock, BUND, Leiterin Klimateam & Koordination Internationales

18:00 Uhr Wie sich das Leben nach der Katastrophe verändert hat
Erfahrungen aus Fukushima
Katsumi HASEGAWA, Altenpfleger aus Koriyama in der Präfektur Fukushima 
Erfahrungen aus Tschernobyl
Merle Hilbk, Autorin („Tschernobyl Baby“) 

18:30 Uhr Podiumsdiskussion: Perspektiven japanischer und deutscher Energiepolitik
Ulrich Kelber MdB, Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit 
Hubert Weiger, Vorsitzender BUND
Hiroko Uehara, ehem. Bürgermeisterin der Stadt Kunitachi, Mitglied des Netz-werks „Mayors against Nuclear“
Merle Hilbk, Autorin 
Akiko Yoshida, Friends of the Earth Japan
Moderation: Michael Bauchmüller, Süddeutsche Zeitung   

20:00 Uhr Informeller Ausklang mit Imbiss

Die Veranstaltung wird Japanisch-Deutsch simultan gedolmetscht.
Bei Fragen zur Barrierefreiheit wenden Sie sich bitte an Frau Petra Maus.


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