Veranstaltungen

 

Berlin: Energienutzung der Zukunft

Berliner Bürgerkonferenz: 

Energienutzung der Zukunft– Perspektiven für Deutschland  

 

Zeit 

Samstag, 25. September 2010, von 9:30 bis 18 Uhr 

Sonntag, 26. September 2010, von 9:00 bis 17:30 Uhr 

 

Ort

Adlershof  Rudower Chaussee 17 12489 Berlin Raum: Bunsensaal

 

Herzlich willkommen zur Bürgerkonferenz in Berlin! Im Projekt „Wissenschaft debattieren!“ untersucht Wissenschaft im Dialog (WiD) gemeinsam mit Sozialwissenschaftlern des Forschungsinstituts ZIRN der Universität Stuttgart, mit welchen Mitteln und mit Hilfe welcher Veranstaltungsformate sich Bürger am besten am Diskurs über Forschungsthemen beteiligen. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt lädt mit dem Slogan „Mitdenken, mitreden, mitgestalten“ interessierte Jugendliche und Erwachsene zu einem intensiven Austausch über wissenschaftliche Themen ein.

 

Hintergrund: Wissenschaftskommunikation

Wissenschaftskommunikation bringt Wissenschaft und Gesellschaft miteinander ins Gespräch – zum Beispiel auf Konferenzen und in Ausstellungen, auf Symposien und Wissenschaftsfestivals – und stößt so eine Diskussion über Forschung in Deutschland an. Dabei steht häufig die einseitige Vermittlung von Wissen aus der Wissenschaft hinein in die Öffentlichkeit im Mittelpunkt. Der wirkliche Austausch von Meinungen zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit soll nun intensiviert werden: Über Beteiligungsverfahren wie zum Beispiel Bürgerkonferenzen sollen Austausch und Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit gestärkt werden. Wissenschaftler und Bürger sollen ihre Ansichten und Argumente, Wissen und Erfahrungen in einen gemeinsamen Dialog einbringen können.

 

Ziele von „Wissenschaft debattieren!“ 

Dementsprechend hat das Projekt „Wissenschaft debattieren!“ drei Ziele: Zum einen soll in Veranstaltungen wie der Bürgerkonferenz der Dialog zwischen Wissenschaftlern und Bürgern angestoßen werden, in dem gesellschaftlich relevante Fragen diskutiert werden. In diesem Prozess formulieren die teilnehmenden Bürger ihre Erwartungen, Interessen und Bewertungen zum Stand der Forschung. Ein zweites Ziel ist, durch die neuen Beteiligungsverfahren die Debatte über die zukünftige Energienutzung in Deutschland anzuregen. Die Teilnehmer sollen hierzu ihre eigenen Perspektiven erarbeiten. Die Empfehlungen der Bürgerinnen und Bürger werden Entscheidern und Interessensvertretern aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft vorgestellt. Das dritte Ziel des Projekts ist, den Einsatz unterschiedlicher Beteiligungsverfahren wissenschaftlich zu untersuchen, um die Formate der Wissenschaftskommunikation weiterzuentwickeln: Wie kommen Wissenschaftler und Laien am besten in einen Dialog über kontroverse Themen? Ändert sich die Meinung der Teilnehmer im Laufe der Veranstaltung? Wie können Wissenschaftler komplexe Themen verständlich darstellen?  Neben der Bürgerkonferenz werden im Projekt „Wissenschaft debattieren!“ sehr unterschiedliche Beteiligungsverfahren durchgeführt und untersucht, zum Beispiel eine Konsensuskonferenz, Schülerforen, Junior Science Cafés u.a. Die verschiedenen Veranstaltungen finden im gesamten Bundesgebiet statt. Zusätzlich gibt es eine Plattform für Online-Beteiligung.  Mit Ihrer Teilnahme an der Bürgerkonferenz in Berlin 2010 leisten Sie wichtige Pionierarbeit zu allen drei Zielen!

 

Zur wissenschaftlichen Begleitung

Bürgerbeteiligungsverfahren sollen in der Wissenschaftskommunikation gezielter und besser eingesetzt werden können, um das gegenseitige Lernen zwischen Wissenschaftlern und Bürgern weiter zu entwickeln. Eine wichtige Fragestellung im Projekt „Wissenschaft debattieren!“ ist deshalb, wie Veranstaltungen gestaltet werden müssen, damit der Meinungsaustausch zwischen Bürgern untereinander sowie zwischen Bürgern und Wissenschaftlern optimal verläuft. Die Veranstaltungen sollen auch nach den Wünschen der Teilnehmer ausgerichtet werden: Wie können Sie als Veranstaltungsteilnehmer am meisten von ihrer Teilnahme profitieren? Um diese Frage zu untersuchen, begleiten Mitarbeiter der Universität Stuttgart die Bürgerkonferenz in Berlin. Sie beobachten und dokumentieren die Veranstaltung und führen eine wissenschaftliche Befragung mit Fragebögen durch. Die Erfahrungen und das aus dieser Untersuchung gewonnene Wissen werden dazu beitragen, Bürgerbeteiligung insgesamt zu stärken.

 

Die Veranstaltung und ihr Thema

Für Berlin als Hauptstadt Deutschlands mit rund 3,5 Millionen Einwohnern ist das Thema Energienutzung der Zukunft schon immer zentral gewesen. Auch der Zeitpunkt könnte passender nicht sein: Das Thema des Wissenschaftsjahres 2010 ist „Energie“. Deswegen wurde im Wissenschaftsjahr 2010 der „Tag der Energie“ (25. September) als erster Veranstaltungstag für die Bürgerkonferenz gewählt.  Auf einer Bürgerkonferenz beraten Bürgerinnen und Bürger mit Hilfe von Moderatoren gemeinsam, wie die Energienutzung der Zukunft aussehen sollte, und diskutieren, welche Schritte nötig sind, um das gemeinsam erarbeitete Konzept umzusetzen. Experten geben dabei immer wieder Hinweise zum Stand und zu Perspektiven der Forschung. Ziel der Bürgerkonferenz in Berlin ist dabei auch, dass Sie Bereiche für die Wissenschaft identifizieren, in denen die Energieforschung Lösungen anbieten kann, die zur Verbesserung des Lebens und Optimierung der Energienutzung führen. Mit einer Bürgererklärung unterstützen Sie die Wissenschaft bei der Sammlung von offenen, ethischen und gesellschaftsrelevanten Fragen, die allgemeine, übergreifende Relevanz für Forscher und Entscheidungsträger haben und z.B. Risiken, Nachhaltigkeit, Sozialverträglichkeit, Technologien berühren. Für Forscherinnen und Forscher sowie Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Politik und Gesellschaft entwickeln Sie im Rahmen der Bürgerklärung Empfehlungen für zukünftiges Handeln.  Das Thema „Energienutzung der Zukunft – Perspektiven für Deutschland“ ist vielschichtig: Es beinhaltet auf der einen Seite Aspekte aus den Bereichen Energie und Klima, auf der anderen Seite soziale und gesellschaftliche Fragestellungen. Und es ist politisch hoch umstritten – Stoff also für interessante Diskussionen!

 

Sie haben noch Fragen? 

Dann wenden Sie sich bitte an die Universität Bamberg oder direkt an Wissenschaft im Dialog: 

Universität Bamberg      Wissenschaft im Dialog

Bamberger Centrum für Empirische Studien   

Sandro Schott Info-Telefon: 0951 – 51 95 25     

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