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Berlin: Klimagerechtigkeit

Neue Perspektiven für die internationale Umweltpolitik
Berlin, 24. November 2009
Tagungsort: Konferenzzentrum im Auswärtigen Amt
Werderscher Markt 1 (Eingang über Unterwasserstraße) 10117 Berlin

Anmeldung unbedingt erforderlich bis 16.11.2009 !!!
per eMail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oderper Fax 030 - 5000 1885

Klimawandel ist ein beherrschendes Thema der globalen Agenden geworden und wird es – unabhängig von den Ergebnissen der Klimakonferenz von Kopenhagen – auf absehbare Zeit auch bleiben. Wissenschaft und Politik sind sich weitgehend einig, dass eine Erderwärmung um mehr als 2° C über dem vorindustriellen Niveau verhindert werden muss. Jede Erwärmung darüber hinaus würde irreversible Schäden der natürlichen Lebensgrundlagen und politisch schwerwiegende Folgen nach sich ziehen.

Die Wissenschaft hat ausgerechnet, welche Mengen an Treibhausgasen maximal emittiert werden dürfen, wenn die Erderwärmung dauerhaft auf 2°C begrenzt werden soll. Die überproportional steigenden Emissionen in einer großen Zahl von Schwellen- und Entwicklungsländern machen deutlich, dass auch diese Staaten ihre Treibhausgasemissionen möglichst schnell stabilisieren, reduzieren und langfristig klimaverträgliche Wirtschaftssysteme aufbauen müssen, um das 2°C-Ziel zu erreichen.

Doch wie sieht  eine „gerechte“ Verteilung von Lasten und Pflichten im Zusammenhang mit der Transformation hin zu einer klimaverträglichen Gesellschaft aus? Was bedeutet das von der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) vorgegebene Prinzip „gemeinsamer, aber differenzierter Verantwortung“ im? Welche mittel- und langfristigen Perspektiven würde eine Festlegung nationaler Budgets eröffnen, wie sie der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) in seinem jüngsten Sondergutachten vorgerechnet hat?

Internationale, partnerschaftliche Kooperation ist gefordert, um den Übergang in eine klimaverträgliche Wirtschaft zu vollziehen und eine gerechte  Lastenverteilung zu erreichen. Sind die vorhandenen globalen governance-Instrumente und Strukturen hierfür ausreichend? Brauchen wir neuen Formate des globalen Regierens und welche Rolle spielen Wirtschaft und Zivilgesellschaft in diesem Zusammenhang?

Diesen Fragen will das 24. Forum Globale Fragen kurz vor der Klimakonferenz von Kopenhagen mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft, aber insbesondere auch der Zivilgesellschaft auf den Grund gehen.


Dienstag, 24. November 2009

13:00 Uhr Registrierung
14:00 Uhr Eröffnung
14:15 Uhr Keynote
Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber CBE, Direktor des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen
14:35 Uhr 2°C-Ziel und Klimagerechtigkeit: Neue Rollen und neue Verantwortung?
Prof. Dr. Dirk Messner, Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik und stellv. Vorsitzender des WBGU
Prof. Dr. Josef Sayer, Hauptgeschäftsführer und Vorstandsvorsitzender MISEREOR
Dr. Leena Srivastava, Geschäftsführerin The Energy and Resources Institute, New Delhi
William Agyemang-Bonsu, Environmental Protection Agency, Accra
Moderation:
Robin Gwynn, UK Climate Envoy for the Vulnerable Countries
16:10 Uhr Kaffeepause
16:40 Uhr (Klima-)Gerechtigkeit schaffen:
Welche Institutionen und Partnerschaften brauchen wir?
Prof. Dr. Claus Leggewie, Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen, Mitglied des WBGU
Jennifer Morgan, World Resources Institute, Washington
Jörg Haas, European Climate Foundation, Brüssel
S.E. Everton Vieira Vargas, Botschafter der Föderativen Republik Brasilien in Deutschland
Moderation:
Viktor Elbling, Beauftragter für internationale Energiepolitik, Globalisierung und nachhaltige Entwicklung im Auswärtigen Amt
18.10 Uhr Imbiss und Getränke

24. Forum Globale Fragen
Das Forum Globale Fragen, 1999 vom Auswärtigen Amt ins Leben gerufen, befasst sich mit einem breiten Spektrum globaler Herausforderungen und führt staatliche und nichtstaatliche Akteure der internationalen Politik in Deutschland zu einem Meinungsaustausch zusammen.

http://www.diplo.de/ForumGF
Ort : Auswärtiges Amt, Werderscher Markt 1, 10117 Berlin
Kontakt : Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


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